
Grünes Leuchten
1991, Eimsbütteler Chaussee Nr. 23 in Hamburg: Eine Nische der Außenfassade in Höhe des 5. Stockwerks wird von einem lebendigen, intensiv grünen Licht bestrahlt. Sowohl die Form, als auch die Intensität des Lichtes befinden sich in ununterbrochenem Wandel.
Drei versetzt montierte Scheinwerfer werden von elektronischen Zufallsgeneratoren gesteuert, die Einfluss auf die Helligkeiten nehmen. Die elektronischen Schaltungen arbeiten auf der Basis von Rauschen. Rauschen besteht aus unvorhersehbaren Schwingungen in einem breiten Frequenzspektrum. Diese Schwingungen lassen sich elektrisch erzeugen, indem die natürlichen Unregelmäßigkeiten in den Elektronenbewegungen des elektrischen Stroms kräftig verstärkt werden. Das so generierte Rauschen wird in jeder der drei Schaltungen durch elektronische Filter geleitet, die nur die sehr tiefen Frequenzanteile unter 2 Hz durchlassen. Mittels Phasenanschnittssteuerungen („Dimmer“) werden diese trägen unregelmäßigen Spannungsschwankungen auf die Speisespannungen der Scheinwerfer übertragen, die entsprechend heller und dunkler werden.