Willkommen in der Hamburg-Sammlung!
Was erwartet Sie hier?
In diesem Bereich liegen digitalisierte Dokumente mit einem Bezug zur Geschichte Hamburgs zum Download bereit. Diese Dokumente (Landkarten, Stadtpläne, Zeitungen und anderes) habe ich aus privatem Interesse in den vergangenen Jahren gesammelt, gescannt und ein wenig digital aufbereitet. Da noch nicht alles digitalisiert ist und sicherlich neues Material hinzukommen wird, ist mit Ergänzungen zu rechnen.
Warum liegen diese Dokumente hier?
Weil ich in den vergangenen Jahren die Erfahrung gemacht habe, dass im Internet kartografische Dokumente in einer für ernsthafte Studien geeigneten technischen Qualität kaum zu finden sind. Bei der Recherche nach bestimmten Dokumenten stieß ich im Internet immer wieder auf das Phänomen, dass interessante Funde entweder nur in unbrauchbar geringer Auflösung oder gegen Bezahlung zu bekommen sind. Hier möchte ich eine Alternative praktizieren und digitale Kopien des Materials, das sich in meinem Besitz befindet, zur Verfügung stellen.
Inzwischen hat sich die Situation ein wenig verbessert: Die Universitätsbibliothek Hamburg hat einen Teil ihrer historischen Karten von Hamburg in technisch guter Qualität online zugänglich gemacht.
Über ein Feedback würde ich mich freuen.
Wie geht das Herunterladen?
Klicken Sie zum Herunterladen mit der rechten Maustaste auf das kleine Vorschaubild, wählen Sie in dem Popup-Menü "Ziel speichern unter..." (oder ähnlich) und wählen Sie in dem Auswahlfenster einen Ort zum Speichern. Die Fotos und Karten lassen sich alternativ auch durch einfachen Mausklick in einem neuen Browserfenster öffnen.
Die meisten Karten gibt es auch in höherer Auflösung (i. d. R. 600 dpi) und in unkomprimierten Dateien (TIFF). Bei Bedarf wenden Sie sich bitte an mich.
Sind bei einer Weiterverwertung Urheberrechte zu beachten?
Das deutsche Urheberrecht sieht vor, dass siebzig Jahre nach dem Tod des Urhebers das Urheberrecht erlischt und danach seine Werke, bzw. Abbildungen der Werke, frei verwendet werden dürfen. (Falls das Werk zu Lebzeiten des Urhebers nicht veröffentlicht wurde, gelten andere Regeln.) Bei den hier bereitliegenden Dokumenten lassen sich drei Fälle unterscheiden:
a) Bei Dokumenten, die vor mehr als 150 Jahren veröffentlicht wurden, erübrigt sich die Recherche, da keiner der Urheber vor 70 Jahren noch gelebt haben dürfte.
b) Bei jüngeren Dokumenten müssen die Urheber und ihre Lebensdaten ausfindig gemacht werden. So sind beispielsweise die kartographischen Dokumenten der Historiker Ernst Heinrich Wichmann (1823 - 1896) und Cipriano Francisko Gaedechens (1818 - 1901) bereits „gemeinfrei“. Dagegen liegt auf Plänen des Architekturhistorikers und Topographs Wilhelm Melhop (1856 - 1943) und des Architekten und Städteplaners Julius Faulwasser (1855 - 1944), die ich gern hinzugefügt hätte, noch Schutzrechte.
c) Bei einigen Dokumenten, zum Beispiel Stadtplänen, ist die Urheberschaft unklar. Die kartografischen Daten der Pläne stammten möglicherweise aus der Preußischen Landesaufnahme oder aus dem „Vermessungsbureau der Bau Deputation“ in Hamburg, für die gestalterische Umsetzung waren Grafiker der Verlage zuständig. Wer sind nun die Urheber und wie lauten ihre Lebensdaten? In solchen Fällen habe ich mich an die „100-Jahre-Regel“ gehalten, die z. B. auch in der deutschsprachigen Wikipedia gehandhabt wird: In unklaren Fällen habe ich Dokumente nur dann hochgeladen, wenn ihre Erstveröffentlichung vor mehr als 100 Jahren stattfand. Allerdings heißt das nicht, dass solche Dokumente mit Sicherheit gemeinfrei sind, nur lässt es sich schwer herausfinden. Daher kann ich ausdrücklich nicht dafür garantieren, dass sie frei von Schutzrechten sind.
Erwähnen möchte ich an dieser Stelle, dass meine eigenen Fotos im Bereich „Design / Fotografie“ nicht „public domain“ sind. Bei Interesse an einer Weiterverwendung wenden Sie sich bitte an mich. Alle Bilder gibt es auch in höherer Auflösung.
Welches ästhetische Konzept liegt der Aufbereitung der Dokumente zugrunde?
Die Entscheidungen, die beim Scannen, Nachbearbeiten und Internet-tauglichen Komprimieren zu fällen waren, zielen in zwei Richtungen:
a) Bei Schriftstücken soll der vollständige textsprachliche Inhalt, bei Grafiken die dem zur Zeit durchschnittlichen Gebrauch genügenden bildnerischen Informationen erhalten bleiben.
b) Außerdem soll ein Eindruck von der Materialität und der „Patina“ des Dokumentes wiedergegeben werden. Deshalb habe ich altersbedingte Verfärbungen zur Verbesserung der Lesbarkeit nur gemildert, nicht aber entfernt. Aus demselben Grund habe ich leere Ränder um bedruckte Bereiche meistens stehen gelassen (manchmal etwas verkleinert), obwohl das Beschneiden die Datenmenge reduziert hätte. Selbstverständlich aber kann eine digitale Kopie trotz dieser Maßnahmen niemals den stofflichen Charakter des Originals wiedergeben.
Bei den alten Fotografien habe ich mir teilweise weitergehende Nachbearbeitungen erlaubt.
Technische Informationen
Scannen:
Meistens in Farbe, mit 600 oder 1200 dpi Auflöung und 24 Bit Datentiefe. Grafisch problematische Vorlagen, die einer stärkeren Nachbearbeitung bedurften, sind mit 48 Bit Datentiefe gescannt. Die alten Fotografien habe ich in Graustufen, mit 1200 dpi und 16 Bit aufgenommen.
Nachbearbeitung:
a) Montage, falls das Dokument aus mehreren Einzelscans zusammengesetzt werden musste.
b) Drehen, so dass der Satzspiegel möglichst gerade steht (bei alten Dokumenten nicht immer möglich, weil die Rahmen nicht immer rechtwinklig sind).
c) Tonwertkorrektur.
d) Vorsichtiges Aufhellen altersbedingt verfärbter Untergründe.
e) Evtl. Farbkorrekturen, um den authentischen Gesamteindruck wiederherzustellen.
f) Bei den Fotos: Retuschierung von altersbedingten Beschädigungen.
Aufbereitung für das Internet:
Reduktion der ursprünglichen Scan-Auflösung auf meistens 300 dpi und Reduktion der Datentiefe auf 24 Bit. Beibehaltung der Farbinformationen auch bei monochromen Vorlagen, da anderenfalls der Charakter der Dokumente verloren gegangen wäre und andererseits Dateien im internetüblichen JPEG-Format mit Farbinformationen kaum größer sind als nach einer Umwandlung in Graustufen. Die in Graustufen gescannten Fotografien blieben natürlich in diesem Modus und wurden auf eine Datentiefe von 8 Bit reduziert.
Übergeordnete Publikationen
Abgesehen von den Karten, Grafiken und Fotos, die eigenständig veröffentlicht wurden, stammen die Dokumente u. a. aus folgenden Publikationen:
- Jonas Ludwig von Heß: Hamburg topographisch, politisch und historisch beschrieben. Erster Teil. Selbstverlag, Hamburg 1787.
- Jonas Ludwig von Heß: Hamburg topographisch, politisch und historisch beschrieben. Zweiter Teil. Selbstverlag, Hamburg 1789.
- F. H. Neddermeyer: Topographie der Freien und Hanse Stadt Hamburg. Hoffmann & Campe, Hamburg 1832.
- Dr. H. Schleiden: Versuch einer Geschichte des großen Brandes in Hamburg vom 5. bis 8. Mai 1842. Hoffmann & Campe, Hamburg 1843.
- Allgemeine Bauzeitung 1847, Blatt 110. Verlag von L. Förster's artistischer Anstalt in Wien 1847.
- E. H. Wichmann: Heimatskunde. Topographische, historische und statistische Beschreibung von Hamburg und der Vorstadt St. Georg. Wilhelm Jowien, Hamburg 1863.
- Fünf Karten des alten Hamburg. Verlag Strumper & Co, Hamburg 1879.
- C. F. Gaedechens: Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg und ihrer nächsten Umgebung von der Entstehung bis auf die Gegenwart. Verlag von W. Mauke Söhne vormals Perthes Besser & Mauke, Hamburg 1880.
- Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte. Neue Folge. Vierten Bandes Zweites und drittes Heft. Bei Johann August Meißner, Hamburg 1881.
- Vor dem Zollanschluss. Ansichten aus den zum Abbruch bestimmten Stadttheilen. Teile 1 und 2, Verlag Strumper & Co., Hamburg 1883 und 1884.
- Zeitschrift für Bauwesen 1895, Jahrg. XLV Bl. 18. Wilhelm Ernst & Sohn, Berlin 1895.
- E. H. Wichmann: Atlas zur Geschichte Hamburgs. 2. Auflage, Herold'sche Buchhandlung, Hamburg 1896.
Weitere Literatur zur Topographie-Geschichte Hamburgs
- Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hamburg (Hrsg.): Hamburg und seine Bauten, unter Berücksichtigung der Nachbarstädte Altona und Wandsbeck. Hamburg 1890.
- Julius Faulwasser: Der große Brand und der Wiederaufbau von Hamburg. Otto Meißner, Hamburg 1892.
- W. Melhop: Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg von 1880 bis 1895. Verlag von W. Mauke Söhne vormals Perthes Besser & Mauke, Hamburg 1895.
- W. Melhop: Karten zur Topographie von Hamburg 1880-1895. Verlag von W. Mauke Söhne vormals Perthes Besser & Mauke, Hamburg 1895.
- Fritz Schumacher: Wie das Kunstwerk Hamburg nach dem großen Brande entstand. Verlag von Karl Curtius, Berlin 1920.
- Karl Wölfle (Hrsg.): Hamburger Geschichtsatlas, Heimatkundliche Karten und Bilder. L. Friederichsen & Co., Hamburg 1926.
- W. Melhop: Die Alster. Geschichtlich, urkundlich und flußbautechnisch beschrieben. Paul Hartung, Hamburg 1932.
- Reinhard Schindler: Ausgrabungen in Alt Hamburg. Neue Ergebnisse zur Frühgeschichte der Hansestadt. Gesellschaft der Freunde des vaterländischen Schul- u. Erziehungswesens, Hamburg 1957.
- Schicht um Schicht zur Hammaburg: Begleitheft zu einer Ausstellung des Museumspädagogischen Dienstes im Museum für Hamburgische Geschichte. Hamburg 1981.
- Dagmar Hagemann-Tietjen: Hamburg, Ein Stadtgrundriss im Spätmittelalter. Grundrissanalyse eines nicht mehr bestehenden Stadtgefüges. Dissertation. 1985.
Externe Links zu Quellen historischer Karten von Hamburg
- Staats- und Universität-Bibliothek Hamburg: Hamburg in historischen Karten
- Landesbetrieb Geoinformatik und Vermessung und Staatsarchiv Hamburg: Hamburgs historische Karten
